Longieren

An der Longe – longieren

Die ersten Reitstunden, die Du haben wirst, werden in der Longe stattfinden. Das Longieren selbst dient dazu, dass der Schüler auf Sitz und Hilfen konzentrieren kann, währenddessen die Lehrkraft das Tier über die Longe ordnungsgemäß im Kreis um sich herum führt.

longieren

Dadurch hat der Lehrer den Schüler gut im Blick und kann bei Bedarf Hilfestellung geben, sowie weitere Verbesserungsvorschläge geben. Im Schritt werden Übungen praktiziert, die zum Lockern dienen sollen. Folglich wird beim Longieren selbst das Gleichgewicht des Reitschülers im Trab trainiert. Die Hilfen spielen hierbei noch keine wichtige Rolle. Der Reitlehrer treibt das Pferd verbal d.h mit Worten oder mit der Peitsche an, viel mehr einem Peitschenknall(nicht -schlag) dadurch kann der Reitschüler ein Gespür bekommen eins mit dem Pferd zu werden.

Nachdem dies geübt wurde, werden danach die Schenkelhilfen eingebaut und das Leichttraben, was das rhythmische Entlasten des Pferderückens im Trab geübt bedeutet.

longieren

Nach einige Übungsstunden folgt der allererste Galopp.

Man merke: Wie schnell oder langsam Fortschritte gemacht werden hängt sehr stark davon ab, wie der Reiter ist. Hierbei ist immer zu merken, dass ein guter Reitlehrer niemals große Sprünge macht, wodurch er ansonsten seinen Schüler und dadurch auch das Pferd überfordern könnte.

In der Bahn

Sobald die Basics von Sitz und Schenkelhilfen durch mithilfe des Longieren erlernt sind, darf der Reiter bzw. der Reitschüler eigenständig in der Halle und auf dem Reitplatz reiten.

Hierbei wird das Pferd zu Beginn unter dem Kommando des Reitlehrers durch die Bahn geleitet und gelenkt. Dies passiert auf sogenannten Hufschlagfiguren, die der Reitlehrer vorgibt. Hierzu zählen z.B Richtungswechsel und in Schlangenlinien zu reiten. Die Hufschlagfiguren sind festgelegt beim englischen Reiten und werden ebenso in deutschen Westernreitschulen beinahe eins zu eins übernommen. Logischerweise und wie das auch mit allem ist, fängt man mit einfachen Figuren an und steigert sich stetig. Dadurch bleibt man motiviert und hat viel Freude am neuen Hobby, dem Reitsport.

Im Schritt lernt der Reitschüler die korrekte Haltung der Zügel und die allerersten Zügelhilfen, bis die Gesamtkombination von Sitz, Zügel- und Schenkelhilfe in allen aufkommenden Gangarten beherrscht wird.

Der erste Geländeritt

Nachdem der Reitschüler die Grundlagen in der Bahn und an der Longe erlernt und beherrscht hat ist er Startklar für den ersten richtigen Geländeritt. Der Reiter muss jederzeit bereit sein in brenzlichen Situationen einzugreifen. Da ein Pferd ein Herdentier ist, empfiehlt es sich einen Reiter mit Erfahrung und einem passenden Pferd an der Spitze der Gruppe zu haben.